20.01.17Duale Studiengänge und Sozialversicherung

Studenten dualer Studiengänge unterliegen neuerdings einheitlich der Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Diese Versicherungspflicht gilt sowohl für die Studienphasen wie auch für die Praxisphasen. Von den zu leistenden Beiträgen wird jeweils die Hälfte den Studenten und die andere Hälfte den Kooperationsunternehmen belastet.

In der Vergangenheit hatte der Gesetzgeber die Meinung vertreten, dass der in Unternehmen absolvierte Praxisteil als Bestandteil des Studiums zu sehen ist, nicht der betrieblichen Berufsausbildung dient und damit die Sozialversicherungspflicht entfällt. Dieser Sichtweise  hat nun das Bundessozialgericht widersprochen und damit müssen alle Studenten dualer Studiengänge die jeweiligen Beiträge auf Kranken-, Renten, Pflege- und Arbeitslosenversicherung entrichten. 

Duale Studiengänge sind eine Kombination von Theorie- und Praxisphasen, da nicht ausschließlich theoretisches Wissen vermittelt wird sondern durch die Eingliederung in ein Unternehmen Praxisbezug entsteht. Gleichzeitig war das von Unternehmen bezahlte Entgelt ein gern gesehener Zusatzverdienst, der einen Teil der Studienkosten gedeckt hat. Dieses Entgelt wird nun über die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen etwas geschmälert.

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